Ausflug

Name:
Ausflug um den Weißensee
Datum:
01/01/2000
Uhrzeit:
eine Wanderung
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Projektbilder zum Vergrößern bitte anklicken.

Den Weißensee kann man sich mit einem Spaziergang, einem strammen Marsch, auch mit Nordic Walking Stöcken oder im Dauerlauf (Joggen) erschließen.

Im Dauerlauf liegt die Bestzeit bei 23 Minuten. Wenn Sie sich mit Anderen messen wollen, findet jedes Jahr am 1. Mai der Lauf um den Weißensee statt.

Mit Nordic Walking liegt die Zeit bei einer Stunde bis zu einer Stunde 15 Minuten. Stöcke können Sie an der Rezeption ausleihen.

Spazierengehen und Wandern kann man bis zu zwei Stunden.

In jedem Fall ist der See immer wieder ein Erlebnis.

Was gibt es zum See zu sagen?

Der Weißensee liegt auf 787 m ü.NN und ist 25 m tief, 1.35 qkm groß, 2.4 km lang und 600 m breit. Er ist in der Eiszeit als Überbleibsel des Lechgletschers entstanden.

In der Eiszeit war das ganze Gebiet bis auf die Berge von Eis bedeckt. In den See laufen verschiedene kleine Bäche. Der Ablauf erfolgt über die Füssener Achen, die in den Hopfensee fließt.

Seinen Namen hat der Weißensee entweder von seiner weißen Farbe, die vom am Seegrund abgelagerten Kalk herrührt oder von einem Alemannen Wizo, der so um 600 n.Chr. hier gelebt haben soll. 753 vermachte König Pippin den See Bischof Wiktrep von Augsburg zu Gunsten des neuen Klosters St. Mang in Füssen. Im Zug der Säkularisation (Wegnahme des Kirchenvermögens durch den Staat) 1803 gelangte der gesamte Klosterbesitz und damit auch der Weißensee in den Besitz des Fürsten Öttingen-Wallerstein. Seit 1831 wechselte der See mehrmals den Eigentümer bis 1928 die Stadt Füssen den See erwarb.

Der See ist besonders sauber, da das Einzugsgebiet mit 15 qkm recht klein ist, wovon auch noch ein Teil bewaldet ist, also nicht gedüngt wird. 1970 wurde ein Ringkanal gebaut, sodaß seitdem keine Hausabwässer mehr in den See fließen.

Was gibt es zur Strecke zu sagen?

Sie laufen vom SEESPITZ weg und wählen die Südroute also Richtung Wald. Dann haben Sie am Vormittag die Sonne auf der Nordseite beim Rückweg im Rücken.

Direkt neben dem SEESPITZ kommen Sie am Anwesen "Kockel" vorbei. Die Familie Kockel besitzt immer noch das kleine Häuschen am Ende des Waldes. Das eigentliche Haus der Familie Kockel wurde ca. 1950 von meinem Vater erworben. Heute nutzt es meine Schwester.

Auf der Südseite laufen Sie am Fuß des Salobers entlang. Hier wurde bereits in der Römerzeit, also vor 2000 Jahren, der sog. Benkener Marmor gebrochen. Das Taufbecken in der Stadtpfarrkirche Füssen besteht wahrscheinlich aus diesem Marmor. An einer Felswand sieht man eine polierte Fläche. Ohne dieses Beispiel kann man es sich gar nicht vorstellen, daß hier Marmor vorkommt.

Der folgende Steg entlang einer Felswand heißt Hugo-Ludwig-Steg, nicht König-Ludwig-Steg, wie viele meinen. Der Steg wurde von zwei Feriengästen 1952 gespendet.

Nach etwa einer halben Stunde gehts dann durchs "Felsentor". Dieses Naturdenkmal ist im Umweltkatalog von Bayern als GEOTOP

verzeichnet. Es liegt in der Iller-Lech-Jungmoränenregion im Bereich der Losensteiner Schichten. Das kleine Loch ist geowissenschaftlich wertvoll. Seien Sie also vorsichtig (vor allem mit dem Kopf)!

Auf der Nordseite führt der Weg über Streuwiesen mit einem vielfältigen Pflanzenbestand, der teilweise geschützt ist. So ist das Schneidried sehr selten.

Wir kommen dann zum Pfarrhof, Mesnerhaus und zur Pfarrkirche St. Walburga.

Der Pfarrhof mit dem charakteristischen Walmdach war bereits um 1200 ein Pfarrhof. Seit 1509 diente das Haus dem Abt des Füssener Klosters als Sommersitz. Innen ist es wie ein kleines Schloß gestaltet. Später diente das Haus dann wieder als Pfarrhof. Leider wurde das Besondere des Hauses bei der Renovierung 1963-65 zerstört.

Das Mesnerhaus ist ebenfalls nur eine Atrappe, da man 1976-77 das Haus bis auf einen Teil der straßenseitigen Wand im Obergeschoß neu gebaut hat. So wurde in der wohlhabenden Zeit nach dem Krieg auch hier am Weißensee allzuviel alte Bausubstanz unwiederbringlich zerstört.

Die Kirche St. Walburga bestand bereits 1200 und ist vermutlich noch viel älter. 1229 schenkte Bischof Siboto die Kirche dem Kloster St. Mang. 1700 wurde die Kirche barockisiert.

Der Hauptaltar stammt von Dominikus Zimmermann, dem Erbauer der Wieskirche.

Der Weg geht dann weiter zum Freibad, wo der Pächter des Kiosks Norbert Lang zu einer kleinen Pause einlädt.

Zurück im SEESPITZ lädt die Sauna ein mit kurzem Eintauchen in den Weißensee. Vielleicht haben Sie aber auch bei Frau Kausch eine Massage mit SEESPITZ-Traubenkernöl oder eine ayurvedische Massage mit warmem Sesamöl gebucht.

Hw





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Erstellungsdatum: 20.09.2007 16:10 Uhr.Änderungsdatum: 28.08.2008 11:18 Uhr.